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08. März 2016  

Arbeiten bis zum Umfallen, viele Rentner müssen arbeiten

Arbeiten bis zum Umfallen –
eine der hässlichsten Seiten der Hartz-Gesetze
Hannover. Nach jetzt veröffentlichten Zahlen des niedersächsischen Landesamtes für
Statistik waren im Jahr 2014 rund 35.200 Menschen im Rentenalter in Niedersachsen
erwerbstätig und damit doppelt so viele wie 2006.

Dazu erklärt Herbert Behrens, Landesvorsitzender der LINKEN Niedersachsen: „Arm
trotz Arbeit, arm trotz Rente. Es ist unwürdig, wenn Menschen nach ihrem
Arbeitsleben nicht über die Runde kommen. Das Hartz-IV-Regime zeigt hier eine
seiner hässlichsten Seiten.
Und das Schlimme ist: Die Zahlen werden weiter steigen, wenn der Sozialabbau in
Deutschland nicht gestoppt wird. Die heutigen Armutslöhne plus die Erhöhung des
Renteneintrittsalters plus Senkung des Sicherungsniveaus bei den Renten von früher
53 Prozent auf 44 Prozent sind ,Errungenschaften‘ der SPD/Grünen Hartz-Gesetze.
DIE LINKE fordert, dass alle Menschen mit Erwerbseinkommen obligatorisch in die
gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen. Dabei muss eine Mindest-Rente
von 1050 Euro herauskommen. In anderen EU-Ländern wie zum Beispiel den
Niederlanden hat sich die Mindest-Rente bewährt", sagt der Bundestagsabgeordnete
Behrens.
„So ein Quatsch wie die Behauptung, dass viele alten Menschen weniger aus
Geldmangel als aus Spaß an der Arbeit berufstätig sind, muss zurückgewiesen
werden", ergänzt Behrens. Eben das schrieb vor einem Jahr der Kölner Stadtanzeiger
mit dem Hinweis auf eine Studie, die das Deutsche Institut für Altersvorsorge (dahinter
steckt die Deutsche Bank). „Danach weist die Gruppe der Menschen mit einem
Haushaltsnettovermögen von mehr als 250 000 Euro die mit Abstand höchste
Erwerbsbeteiligungsquote aus.“ (Kölner Stadt-Anzeiger, 5.3.2015)

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