Schaffermahl in Wildeshausen und Bremen

Gleichberechtigung Emanzipation

Am 20.03.2019 fand in Wildeshausen das traditionelle Schaffermahl statt. Zuvor Anfang Februar ebenfalls in Bremen. Immer wieder in der Kritik ist der Ausschluss der Frauen, die oftmals selbst Gründerinnen und Unternehmerinnen sind, also Schaffer im wahrsten Sinne des Wortes.

Beim Schaffermahl wirken dabei sehr wohl Frauen mit und arbeiten im Hintergrund, tragen zum reibungslosen Ablauf bei. Ob das dem Streben nach Gleichberechtigung und Emanzipation zuträglich ist, wenn man zur Rolle am Herd degradiert wird, bezweifeln wir. Doch für manche mag es nur eine Gaudi sein. Letztlich hat jeder Verein beziehungsweise Zusammenschluss auch ein Recht auf Selbstbestimmung. Kritischer zu betrachten ist es, wenn solche Veranstaltungen in öffentlichen Räumlichkeiten stattfinden wie dem Rathaus. Eine Symbolwirkung, die wir als Gesellschaft nicht fördern sollten!

Wenn dann der Bürgermeister auch noch Gildegeneral ist, verschwimmen die Grenzen zwischen Amt und Traditionalismus, wie auch hier kritisiert von unserer Ratsfrau Kreszentia Flauger in Wildeshausen.

Tradition mag verbinden, doch Tradition trennt auch stark!

Wir für unseren Teil hoffen, dass die Frauen, die hilfsbereit hierbei mitwirken, wenn ihre Männer sich gegenseitig beweihräuchern, dafür 364 Tage im Jahr „die Hosen anhaben“.

Eine Tradition, die bewusst Mitmenschen ausschließt, sollte man in Frage stellen!

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