Rückblick // „Essen wächst nicht im Supermarkt“

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Zahlreiche Gäste, darunter viele Interessierte aus der Landwirtschaft, sind der Einladung von DIE LINKE Kreisverband Oldenburg-Land am 15. August 2018 gefolgt, um über die aktuelle Situation und eine wertschätzende Landwirtschaft zu diskutieren und den Dialog zu suchen.

Den Diskussionsabend zum Thema „Essen wächst nicht im Supermarkt“ hat die LINKE Bundestagsabgeordnete Amira Mohamed Ali aus dem Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft eröffnet. Sie stellte in konkreten Punkten die Position der LINKEN zu einer sozial und ökologisch nachhaltigen Agrarwende dar und referierte über aktuelle Themen. Dazu zählten die Bedeutung der Landwirtschaft für die Umwelt, die Rolle von EU, Regierung, Handel und Verbraucher, vor allem jedoch die oft zu geringen Erzeugerpreise und deren Folgen.

Bereits während des Vortrags hat sich eine rege Diskussion angekündigt. So hieß es im Anschluss daran vor allem Zuhören für die Bundestagsabgeordnete. Insbesondere anwesende Landwirte nutzten die Gelegenheit, von der konkreten Situation, den sehr greifbaren Problemen und ihren persönlichen Erfahrungen zu erzählen. Angefangen damit, ob es umweltverträgliche Alternativen zu Herbiziden auf Glyphosatbasis gäbe, über sehr differenziert zu betrachtende Themen wie die Ferkelkastration bis hin zur Unsicherheit und mitunter unnötigem Aufwand durch sich stets ändernde Auflagen. Vor allem stellte sich immer wieder deutlich heraus, dass Debatten über die Landwirtschaft eher emotional statt faktenbasiert geführt werden, bis zu dem Punkt, dass Kinder von Landwirten oft Mobbing ausgesetzt sind wegen der Tätigkeit ihrer Eltern, und ein Landwirt sich zweimal fragen muss, ob die eigene Tätigkeit noch eine Zukunft hat.

Die Abgeordnete hat bereits jetzt viele Eindrücken gesammelt für die weitere Arbeit im Bundestag. „Die Debattenbeiträge beinhalteten viele neue Erkenntnisse für uns. Jetzt gilt es, diese in die politische Arbeit einfließen zu lassen. Zudem wollen wir den begonnenen Gesprächsfaden aufgreifen und möchten das weitere Gesprächsangebot seitens der Landwirte gern annehmen“, so die einhellige Meinung vom Vorstand des Kreisverbandes.

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