Natur und Menschen schützen - stoppt Glyphosat!

Empört haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass der Total-"Unkraut"-Vernichter Glyphosat weiter angewendet werden darf.

Wir wollen als Linke vor Ort dafür kämpfen, dass der Glyphosateinsatz dennoch beendet wird. Darum haben wir einen Antrag an den Rat der Stadt Wildeshausen gestellt, den wir unten einfügen. Das werden wir auch in weiteren Gemeinden tun.

Für die Landkreisebene haben wir nachgefragt und erfahren, dass der Landkreis auf seinen Grundstücken selbst kein Glyphosat einsetzt und auch keine Flächen verpachtet, die konventionell landwirtschaftlich genutzt werden. Darum werden wir dort keinen solchen Antrag stellen.

Wir wollen mit unseren Anträgen dazu beitragen, dass der Glyphosateinsatz so schnell wie möglich beendet wird.

Antrag an den Rat der Stadt Wildeshausen:

Der Rat möge beschließen:
 
1) Künftig wird in Verträge über die Verpachtung städtischer Flächen aufgenommen, dass auf den Flächen kein Glyphosat eingesetzt werden darf. Sowohl bei Neuverpachtungen als auch bei der Verlängerung auslaufender Pachtverträge wird der Glyphosatverzicht verrtraglich abgesichert.
 
2) Die Stadt verzichtet bei der Grünanlagenpflege auch künftig auf den Einsatz von Glyphosat.
 
 
Begründung:
 
Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen chronischem Botulismus bei Tieren und Glyphosat in deren Futter darlegen. Auch Pflanzenkrankheiten werden mit Glyphosat in Zusammenhang gebracht. Datenanalysen haben ergeben, dass der Einsatz von Glyphosat Kreuzresistenzen mit Antibiotika hervorrufen kann, dass also Mikroorganismen, die resistent gegen Glyphosat werden, gleichzeitig auch Resistenzen gegen Antibiotika ausbilden. Es gibt Hinweise, dass Glyphosat und seine Abbauprodukte Neurotransmitter im Gehirn beeinflussen können, die für die Reizübertragung zwischen Nervenzellen zuständig sind.
(Quelle: https://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Witzenhausen-Professorin-warnt-vor-Risiken-von-Glyphosat-8887823.html
 
Der Wirkstoff Glyphosat steht außerdem laut einigen Studien im Verdacht, krebserregend zu sein. Die WHO stuft den Wirkstoff als „wahrscheinlich krebserregend“ ein.
 
Nicht zuletzt entzieht die flächenweise vollständige Vernichtung von Wildpflanzen Insekten einen nicht unerheblichen Teil des Nahrungsangebots und gefährdet so indirekt den Insektenbestand.
 
Auch wenn die Auswirkungen von Glyphosat noch nicht vollständig erforscht sind, sind die bisherigen Erkenntnisse und Bedenken so gravierend, dass der Einsatz vom Glyphosat im Entscheidungsbereich der Stadt unterbunden werden sollte.
 

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